Abstract: In den vergangenen 25 Jahren ist das Projekt, die „Game Studies“ im deutschen akademischen System zu verankern, nur wenig vorangeschritten. Die Spieleforschung ist noch immer von einzelnen Personen abhängig, die unter prekären Verhältnissen wissenschaftliche Arbeit leisten. Der Beitrag zeigt, wie eng die Entwicklung der Spieleforschung mit den strukturellen Problemen des akademischen Systems verknüpft ist. Dazu verbindet er Wissenschafts- und Institutionengeschichte mit Biographien, Projekten und Publikationen aus Weimar, Siegen und Bochum rund um die Jahrtausendwende. Zwei ausführliche Fallstudien zeichnen die Spieleforschung in Braunschweig und Potsdam nach. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Beitrag aktuelle Bestrebungen, die „Game Studies“ in Deutschland als „Spielwissenschaft“ neu zu positionieren. Der vorliegende Text ist ein Kapitel des Beitrages „Bausteine zu einer Sozialgeschichte der ‚Game Studies‘ in Deutschland“.

Abb. 7.0: Rekonstruktion des Plakats zum Workshop „computergame und medienwissenschaft“ am 18. Januar 2003 an der Ruhr-Universität Bochum

Es gehört zu den eigentümlichen Gegebenheiten der Geschichte der deutschen Spieleforschung, dass für einen kurzen Zeitraum im Übergang der Jahre 2002 auf 2003 die Ruhr-Universität Bochum zu ihrem leuchtenden Zentrum wurde. Ganz wesentlich verantwortlich dafür war Rolf F. Nohr, der von 1991 bis 1998 am selben Ort Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Philosophie und Soziologie studiert hatte, und auch während seiner Promotion zu „Karten im Fernsehen: Produktion von Positionierung“ und neben seiner Anstellung im Forschungskolleg „Medien und kulturelle Kommunikation“ (SFB 427) an der Universität Köln als Lehrbeauftragter am Bochumer Institut für Film- und Fernsehwissenschaften (an der Fakultät für Philologie) tätig blieb.1

Derweil ereignete sich ein Umbruch an der Ruhr-Universität. Zu Anfang des Jahres 2002 wurde die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mit dem Institut für Film- und Fernsehwissenschaft zusammengelegt, um das neue Institut für Medienwissenschaft ins Leben zu rufen. In diesem Rahmen wurde der gestufte Studiengang Medienwissenschaft eingeführt, in den sich Studierende ab dem Wintersemester 2002/03 einschreiben konnten. Auch wurde eine neue Junior-Professur für „Medientechnik und Medienphilosophie“ eingerichtet, deren Vorstellungsvorträge am 28. Juni 2002 stattfanden.2

Für „Medientechnik und Technikphilosophie“ berufen wurde schließlich Claus Pias, der im Wintersemester 2002/03 seine ersten Lehrveranstaltungen anbot. Fast im gleichen Atemzug wurde auch Nohr als Juniorprofessor für Medienwirkungsforschung an die Hochschule für Bildende Künste (HBK) nach Braunschweig berufen. In diesem Winter 2002/03, seinem letzten Semester an der Ruhr-Universität Bochum, gab Nohr gleich zwei Lehrveranstaltungen, eine davon das Seminar „Game Over – Digitalität und Spiel“. Die Ankündigung versprach, dass sich das Seminar an einer „Konturierung von game studies“ versuche und „erste Kontextualisierungen und Anbindungen eines solchen Projekts in die Medienwissenschaft“ reflektiere.3

Als Teil des Seminars fand am 18. Januar 2003 der öffentliche Workshop „computergame und medienwissenschaft“ statt. Moderiert von Rolf F. Nohr diskutierten neben Claus Pias und Britta Neitzel auch Andreas Lange vom Computerspielemuseum in Berlin sowie Katja Kämper, Localisation Coordinator bei der Effective Media Agentur für Medienberatung GmbH, und Tom Putzki, Unternehmenssprecher der Bochumer Phenomedia AG, über die Frage: „Wo ist der Ort des games in Kultur, Akademie und Ausbildung?“ (Abb. 7.0)4

Es sollte die vorerst einzige Veranstaltung dieser Art in Bochum bleiben. Während Nohr seine neue Stelle in Braunschweig antrat, verließ auch Claus Pias Bochum noch im selben Jahr, um zum Wintersemester 2003/04 die Vertretung der Professur für „Kommunikationstheorie und elektronische Medien“ an der Universität Essen zu übernehmen.5

Er kehrte nicht zurück.6

Die Juniorprofessur als historischer Zufall

Es gibt einen nicht zu unterschätzenden Faktor, der die Wirkung von Privilegien und systemischer Diskriminierung zusätzlich verstärkt: Der historische Zufall. Dieser sorgt zu einem spezifischen Zeitpunkt für Rahmenbedingungen, die sich positiv oder auch negativ auf die Situation im wissenschaftlichen Betrieb auswirken können. Es gilt also diese historische Situation genau zu betrachten und jene Bedingungen, die den Einstieg in eine akademische Karriere erleichtern oder behindern können, klar zu benennen. Und tatsächlich war die deutsche Hochschulpolitik um die Jahrtausendwende in Aufruhr.

Als Reaktion auf die wachsende Kritik von Verbänden, Gewerkschaften und aus den Reihen der Nachwuchs-Wissenschaftler*innen, die sich gegen die langfristige Unsicherheit, prekären Arbeitsverhältnisse und unklaren Perspektiven richtete, entschied die damalige Bildungsministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, das Hochschulrahmengesetz (HRG) zu reformieren. So führte die 5. Novelle des HRG, in Kraft getreten am 23. Februar 2002, eine neue Personalkategorie ein: die Juniorprofessur. Die erklärten Ziele waren eine frühere Unabhängigkeit in Forschung und Lehre, die Herstellung internationaler Anschlussfähigkeit, die Senkung des Erstberufungsalters, eine Erhöhung des Anteils von Frauen und ausländischen Forschenden und die bessere Planbarkeit wissenschaftlicher Karrierewege. Nicht zuletzt wegen der Anschubfinanzierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wurde das neue Instrument von vielen Hochschulen bereits Ende 2001 aufgenommen und umgesetzt. Dies führte auf einen Schlag zur Einrichtung vieler neuer Stellen. Allerdings folgte auf die erste Welle von zum Teil über 90 Stellenausschreibungen pro Monat zum Zeitpunkt der Novellierung des Hochschulrahmengesetzes im Januar 2002 ein starker Rückgang der ausgeschriebenen Stellen schon im Sommer 2003 (Abb. 7.1). Diese Entwicklung deutete schon im September 2004 darauf hin, dass die Juniorprofessur kurz nach ihrer Einführung eine Marginalisierung erfuhr. Auch wegen des mangelnden Reformwillens in den Bundesländern rückte das BMBF schnell von dem ursprünglich formulierten Ziel von 6.000 Juniorprofessuren wieder ab und ging nur noch von insgesamt 1.600 besetzten Juniorprofessuren in den nächsten Jahren aus.7

Abb. 7.1: Ausschreibungen von Juniorprofessuren in DIE ZEIT 2001 bis 2004 (Buch et al. 2004)

Die Juniorprofessur blieb ein Zwischenspiel: Nur gut vier Jahre nach ihrer Einrichtung stand sie schon vor dem Aus. In vielen Bundesländern formierte sich schnell juristischer Widerstand gegen die Neuregelung der akademischen Ausbildung, auch weil Bildungsministerin Bulmahn versucht hatte, die Juniorprofessur gegen Vorbehalte durchzusetzen und die Habilitation abzuschaffen. Am 27. Juli 2004 stufte das Bundesverfassungsgericht die 5. Novelle des Hochschulrahmengesetzes als verfassungswidrig ein und erklärte sie damit für nichtig. Der Bund habe seine Rahmengesetzgebungskompetenz überschritten und die Länderkompetenzen zu stark eingeschränkt. Schließlich lief Ende 2004 die Förderung des Bundes für die Einrichtung von Juniorprofessuren aus. So stieg die Zahl der Juniorprofessuren zwischen 2004 und 2006 kaum noch an und stabilisierte sich bei nicht einmal 1000. Auch kamen im Schnitt nur etwa zehn neue Ausschreibungen pro Monat hinzu. Selbst dort, wo sie angenommen wurde, blieben klare Wege (track) zur Dauerstelle (tenure) die Ausnahme. Weiterhin fehlte es an Stellen, so dass auch trotz einer positiven Evaluation das Schicksal drohte, aus dem System zu fallen. Für viele Ausschreibungen, besonders in den Geisteswissenschaften, blieb die Habilitation daher der normale Weg zur Hochschulkarriere – auch neben dem Kerngeschäft der Juniorprofessur. Die Doppelbelastung aus Lehre, Prüfungen und akademischer Selbstverwaltung einerseits und der für Berufungsverfahren wichtigen Forschung andererseits, machte die Juniorprofessur unattraktiv. Auch weil der Bund sich in den Folgejahren zurückhielt, die Bundesländer die Neuregelung nur schleppend aufnahmen, und zudem viele Hochschulen nur mangelnde Akzeptanz zeigten, reagierten viele Nachwuchswissenschaftler*innen verunsichert. Damit konnte sich die Juniorprofessur, neben Nachwuchsgruppenleitung und Habilitation, bloß als einer von drei Wegen etablieren.8

Claus Pias, Rolf F. Nohr und auch Natascha Adamowsky gehörten aber zu jener Generation des wissenschaftlichen Nachwuchses, die angesichts einer außergewöhnlichen historischen Situation die Möglichkeit hatte, sich auf eine der vielen neu ausgeschriebenen Juniorprofessuren zu bewerben. Und alle drei wurden noch im selben Jahr berufen.9 Und auch wenn diese erste Generation von Juniorprofessorinnen und Juniorprofessuren mit den Rahmenbedingungen ihrer Stellen – nicht zuletzt wegen der anfangs kaum vorhandenen Tenure-Track-Angebote – haderte, war sie doch ein wichtiges Sprungbrett für ihre wissenschaftlichen Karriere.

Claus Pias (Jg. 1967) folgte zum Wintersemester 2002/03 dem Ruf auf die Juniorprofessor für „Medientechnik und Medienphilosophie“ an die Ruhr-Universität Bochum. Bereits ein Jahr später wechselte er dann auf die Vertretungsprofessor für „Kommunikationstheorie und elektronische Medien“ in Essen, die er bis 2005 ausübte, bevor er für fünf Jahre als Professor für „Erkenntnistheorie und Philosophie der Digitalen Medien“ an die Universität Wien ging.10

Im November 2002 wurde Natascha Adamowsky (Jg. 1967) als Juniorprofessorin für „Kulturwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung von Spieltheorien und der Kultur- und Mediengeschichte des Spiels“ an das Kulturwissenschaftliche Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin berufen, an eben jenen Ort, an dem sie seit Oktober 1999 als wissenschaftliche Assistentin tätig war. Im Dezember 2009 wurde sie am gleichen Ort als Gastprofessorin für „Kulturwissenschaftliche Ästhetik“ tätig.11

Schließlich trat der damals 34-jährige Rolf F. Nohr (Jg. 1968) im Dezember 2002 seine Juniorprofessor für „Medienwirkungsforschung“ am Institut für Medienforschung der Hochschule für Bildende Künste (HBK) Braunschweig an. Es handelte sich um die erste Stiftungs-Juniorprofessor in Deutschland, mitgetragen von der Stiftung Nord/LB-Öffentliche. Nohr ist bis heute an der HBK Braunschweig aktiv, seit 2009 als Professor für Medienästhetik / Medienkultur.12

Abb. 7.2: Anzahl der Juniorprofessuren nach Geschlecht in Deutschland von 2005 bis 2023 (Statista, 26.11.2025)

Seit ihrer ursprünglichen Boom-Phase stagniert die Zahl der Juniorprofessuren bis heute bei deutlich unter 2000, zwar mit einem leichten Aufwärtstrend, aber noch immer weit entfernt von den ursprünglich angestrebten 6000 Stellen. Immerhin konnte das Ziel, den Anteil von Frauen in der Forschung zu erhöhen (im Vergleich zu regulären Professuren), erreicht werden (Abb. 7.2). Auch wenn die Juniorprofessur als hochschulpolitisches Instrument nicht komplett verschwand und in den nachfolgenden Jahren von vielen Bundesländern und Hochschulen aufgenommen wurde, konnte sie die in sie gesteckten Erwartungen, den Zugang zu einer akademischen Karriere zu erleichtern und strukturelle Barrieren abzubauen, nicht erfüllen. Für die aktuelle Generation der Wissenschaftler*innen stellt sich weiterhin die Frage, ob sie sich den vielfältigen Zumutungen einer prekären Beschäftigung aussetzen wollen oder können.13

Die Juniorprofessur als hochschulpolitisches Mittel

Zwei oft unterschätzte Aspekte der Einrichtung von Juniorprofessuren sind zum einen der Aufbau experimenteller oder vernachlässigter Studien- und Forschungsfelder, zum anderen aber auch die Berücksichtigung von Bewerbungen, die sonst – etwa wegen fehlender Möglichkeiten zur Habilitation – unberücksichtigt bleiben würden. Dass die Zahl der geschaffenen Juniorprofessuren seit Jahren stagniert, ist für die Game Studies damit besonders problematisch. Nicht nur leisten sie wichtige Forschung in einem wenig beachteten Fachgebiet, auch bringen sie durch ihre Lehre Studierende in Kontakt mit diesen Fragestellungen. Zudem bilden sich um diese Stellen herum auch kleinere oder größere akademische Ökosysteme. Sie richten Lehraufträge und Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und Hilfskräfte ein, und damit die Möglichkeit der weiterführenden Qualifikation; darunter eben auch Promotion oder Habilitation. Juniorprofessuren sind daher ein hochschulpolitisches Mittel, um den Teufelskreis zu durchbrechen, der sich im Rahmen klassischer Berufungsverfahren kaum lösen lässt.

Dagegen braucht es gar keinen bösen Willen, um für Verfahren zu sorgen, in denen ungleiche Chancen herrschen. Probleme von Berufungsverfahren werden vor allem unter der Perspektive der Befangenheit betrachtet.14 Dabei sind die Risiken eines missglückten Berufungsverfahrens enorm. Eine falsch besetzte Professur kann weitreichende Folgen haben – für Studiengänge, Institute, Hochschulen. Es kann die Reputation und die Handlungsfähigkeit auf Jahrzehnte schädigen. Kollegien bestehen oft nur aus einer Handvoll Stellen. Eine Professur, einmal berufen, bleibt für viele Jahre besetzt, wenn die entsprechende Person nicht selbstständig an einen neuen Standort wechselt; ein Risiko, das sogar wächst, je jünger ein*e Kandidat*in ist. Und auch wenn Professuren auf Probe besetzt werden – was nur selten geschieht – kaum jemand möchte sich die Blöße geben, einzugestehen, eine falsche Personalentscheidung getroffen zu haben. Gleichzeitig sind Berufungsverfahren langwierig und aufwändig. Von der Ausschreibung bis zur Berufung vergehen oft viele Monate, wenn nicht gar Jahre, in denen die eigens gebildete Kommission Bewerbungen sichten, Probevorlesungen organisieren und Sitzungen abhalten muss. Alles fein säuberlich protokolliert, versteht sich. Auch die externen Gutachten, die für eine Berufung notwendig sind, entstehen unter Zeitdruck und bleiben dabei unbezahlt; statt zusätzliche Sicherheit zu liefern, bilden sie oft notwendigerweise den Willen der Kommission ab. Dieses Verfahren, das eigentlich sicherstellen soll, dass die endgültige Entscheidung die richtige ist, schränkt jedoch den Spielraum und die Risikobereitschaft der Hochschulen stark ein. Ein Scheitern kann gravierende Folgen haben: Eine Neuausschreibung garantiert keinen sicheren Erfolg und eine nicht besetzte Stelle ist angesichts der aktuellen Finanzlage schnell von der Streichung bedroht – der hochschulpolitische Wille ist wankelmütig.

Hochschulen haben also einen Schutzmechanismus entwickelt, der sie vor Fehlentscheidungen schützen soll: Man fischt im eigenen Teich. Kandidatinnen und Kandidaten qualifizieren sich nicht allein durch ihre formalen und fachlichen Fähigkeiten, sondern auch durch Stallgeruch – das Netzwerk mag kleiner oder größer sein, aber das Risiko, eine Person außerhalb des Netzwerkes zu wählen ist zu groß – es steht zu viel auf dem Spiel. So wird eine spezifische Fachkultur etabliert und geschützt – wer nicht hineinpasst, bleibt außen vor. Es ist ein Prozess, der Sicherheit gibt, um den Preis einer verlässlichen Erneuerung des Faches. Auf Nummer sicher zu gehen, heißt auch immer, bei dem zu bleiben, was man kennt. All diese Mechanismen werden schließlich von Personen getragen, die es bereits durch das System geschafft haben. Folglich sind sie von einer ganzen Reihe (impliziter) Vorurteile (Biases) betroffen.15 Sie stützen ein System, das sich besonders für die „Game Studies“ als wenig zugänglich erwiesen hat. So kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass jene Wissenschaftler*innen, die sich eine Stelle im System sichern konnten, nicht wegen, sondern trotz ihrer Expertise in den Game Studies ausgewählt wurden.

Die neu geschaffene Möglichkeit, Juniorprofessuren als Weg in die akademische Karriere anzubieten, sollte sich noch als besonders wertvoll für das Projekt „Game Studies“ erweisen. So wurde nicht nur Benjamin Beil im Jahr 2012 auf die Juniorprofessur für „Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Digitalkulturen“ an der Universität zu Köln berufen, sondern auch Melanie Fritsch im Jahr 2020 auf die Juniorprofessur für „Medienkulturwissenschaft mit Schwerpunkt Game Studies und angrenzende Gebiete“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – beide mit Tenure Track. Letztere Denomination ist die erste und bisher einzige an einer deutschen Universität, die den Begriff „Game Studies“ im Namen trägt. Es sind allerdings Ausnahmen geblieben.16

Medienverzeichnis

Texte

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o.A.: Prof. Dr. Natascha Adamowsky, Ehemalige/r Mitarbeiter/in. In: Humboldt-Universität zu Berlin (Hg): Institut für Kulturwissenschaft, 2001–2012. <https://web.archive.org/web/20120414195559/http://www.culture.hu-berlin.de/horastaff/view2/164> [01.06.2026]

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Schröter, Jens: Dr. Benjamin Beil zum Juniorprofessor an die Universität zu Köln berufen! In: Ders. (Hg.): Medienkulturwissenschaft – Lehrstuhl der Universität Bonn, Aktuell, [2012]. <https://medienkulturwissenschaft-bonn.de/allgemein_dr_benjamin_beil_zum_juniorprofessor_an_die_universitaet_zu_koeln_berufen_aktuelles61.html> [01.06.2026]

Statista Research Department: Anzahl der Juniorprofessuren nach Geschlecht in Deutschland von 2005 bis 2023. Hg. von Statista GmbH, Gesellschaft, Bildung & Forschung, Hamburg 26.11.2025. <https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1244537/umfrage/juniorprofessorinnen-und-professoren-nach-geschlecht/> [01.06.2026]

Weiher, Nicola: Institut für Medienwissenschaft. In: Ruhr-Universität Bochum, Institut für Medienwissenschaft, 21.05.2002. <https://web.archive.org/web/20020602140605/http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm> [01.06.2026]

Wilhelm, Christine: Befangenheit im Berufungsverfahren. Zur Notwendigkeit und Ausgestaltung einer unparteiischen Auswahlentscheidung von Universitätsprofessoren unter besonderer Berücksichtigung der Rechtslage in Baden-Württemberg. Dissertation, Universität Mannheim, 2024. <https://madoc.bib.uni-mannheim.de/68395/> [01.06.2026]

Abbildungen

Abb. 7.0 (Titelbild): Rekonstruktion des Plakats „computergame und medienwissenschaft“ von Björn Blankenheim. Die erhaltene Datei „Workshop“ ist erst am Abend des 15. Juni 2015 in Adobe Photoshop CS 6 auf einem Windows-PC an der HBK Braunschweig exportiert worden und entspricht wegen einer fehlenden Schriftart wohl nicht dem Original-Plakat. Die Rekonstruktion ist eine Annäherung und basiert auf: Nohr, Rolf F.: computergame und medienwissenschaft (Plakat). In: Ders. (Hg.): Nützliche Bilder, Projekt und Arbeitsübersicht von Rolf F. Nohr, CV, Braunschweig 2015. <https://nuetzliche-bilder.de/wp-content/uploads/2015/06/computergame_medienwissenschaft.jpg> [01.06.2026] und Jon Haddocks „r_king.JPG“ aus der Serie „The Screenshots“ (2000): Haddock, Jon: The Screenshots. In: Jon Haddock, Mark Takamichi Miller, Aaron Noble (Hg.): White Lead. 28.11.2007. <https://www.whitelead.com/jrh/screenshots/> [01.06.2026]

Abb. 7.1: Buch, Florian; Landfester, Katharina; Linden, Pia; Rössel, Jörg; Schmitt, Tassilo: Zwei Jahre Juniorprofessur. Analysen und Empfehlungen. [PDF] Hg. von Die Junge Akademie und vom Centrum für Hochschulentwicklung, Berlin, Gütersloh, September 2004, S. 10. <https://web.archive.org/web/20061011184616/http://www.che.de/downloads/JP_Studie_Endfassung__4_233.pdf> [01.06.2026]

Abb. 7.2: Statista Research Department: Anzahl der Juniorprofessuren nach Geschlecht in Deutschland von 2005 bis 2023. Hg. von Statista GmbH, Gesellschaft, Bildung & Forschung, Hamburg 26.11.2025. <https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1244537/umfrage/juniorprofessorinnen-und-professoren-nach-geschlecht/> [01.06.2026]

  1. Nohr: Karten im Fernsehen. 2002. Zu den biographischen Daten von Rolf F. Nohr (bis 2007) hier und folgend vgl. Nohr: Curriculum Vitae von Dr. Rolf F. Nohr. 2007. <https://web.archive.org/web/20230710105841/https://www.n%C3%BCtzliche-bilder.de/rolf_nohr.pdf>[]
  2. Vgl. Weiher: Institut für Medienwissenschaft. 2002. <https://web.archive.org/web/20020602140605/http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm>[]
  3. Vgl. o.A.: Institut für Medienwissenschaft, Übersicht MW WS 2002/03. [2003]. <https://web.archive.org/web/20030422114950/http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm/seiten/04service/archiv/kommentierteWS02/v_mw.htm>; o.A.: Institut für Medienwissenschaft, 051065 Nohr: Game Over – Digitalität und Spiel. [2003]. <https://web.archive.org/web/20030502184520/http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm/seiten/04service/archiv/kommentierteWS02/ws0203-gmdig.htm>[]
  4. Vgl. Nohr: computergame und medienwissenschaft (Plakat). 2015. <http://nuetzliche-bilder.de/bilder/wp-content/uploads/2015/06/computergame_medienwissenschaft.jpg>[]
  5. Pias: Kommunikationstheorie und elektronische Medien. [2004]. <https://web.archive.org/web/20040608141212/http://www.uni-essen.de/~bj0063/>; Es sei hier noch die historische Kuriosität nachgetragen, dass die Vertretungsprofessur in Essen nur deswegen zur Verfügung stand, weil Norbert Bolz, bis dahin Professor für Kommunikationsdesign und Kommunikationstheorie am Institut für Kunst- und Designwissenschaften (IKUD), schon 2002 an die TU Berlin gewechselt war, um dort die C4-Professur für Medienwissenschaft und Medienberatung zu übernehmen. Vgl. Rögge: Zwei Essener Hochschullehrer haben Rufe an andere Universitäten angenommen. 2003. <https://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=6053>; Eine von Bolz letzten Amtshandlungen war es aber noch, die Promotion von Jens Schröter abzunehmen. Schröter hatte seine Dissertation mit dem Titel „Leit-Bilder. Zum Verhältnis von Computerutopien und Computertechnologie am Beispiel der Konstellation ‚Netz‘ und der Konstellation ‚Virtuelle Realität‘“ im März 2002 am Fachbereich 4 für „Gestaltung und Kunsterziehung“ vorgelegt, wo er von 1999 bis 2002 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theorie und Geschichte der Fotografie tätig war. Studiert hatte er jedoch an der Ruhr-Universität Bochum, wo er im ersten Arbeitsjahr auch eine Graduiertenförderung erhalten hatte. So richtete sich auch sein Dank vor allem an die Lehrenden dieser Institution. Vgl. Schröter: Das Netz und die Virtuelle Realität. 2004, S. 6. Anfang 2003, kein Jahr nach Schröters Promotion wurden die Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und die Universität-Gesamthochschule Essen fusioniert, wodurch die Universität Duisburg-Essen entstand.[]
  6. Auf seiner dort bis heute existierenden Website heißt es einfach: „Ich bin nicht mehr in Bochum.“ Dabei wurde auch nachgetragen, dass er 2006 an die Universität Wien gewechselt war. Vgl. Pias: Homepage. [2006]. <https://homepage.ruhr-uni-bochum.de/claus.pias/>[]
  7. Vgl. Buch et al.: Zwei Jahre Juniorprofessur. 2004, S. 10. <https://web.archive.org/web/20061011184616/http://www.che.de/downloads/JP_Studie_Endfassung__4_233.pdf>[]
  8. Vgl. Hartung: Ein letzter Gruß. 2003–2025. <https://germanhistorydocs.org/de/ein-neues-deutschland-1990-2023/ghdi:document-4278>; Es ist diese historische Situation, die schließlich zur Ausgründung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) im Frühjahr 2007 führte und die im Wesentlichen bis heute gültige und weiterhin in der Kritik stehende Regelung der 6 Jahre (vor der Promotion) plus 6 Jahre (nach der Promotion) schuf.[]
  9. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch Oliver Fahle, Kollege von Claus Pias und Britta Neitzel an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar, im Jahr 2002 am gleichen Ort auf die Juniorprofessor für Geschichte und Theorie der Bildmedien berufen wurde. Seit 2009 hat er die Professur für Filmwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum inne. Vgl. o.A.: Prof. Dr. Oliver Fahle. 1994–2025. <https://www.uni-weimar.de/de/medien/professuren/medienwissenschaft/medienphilosophie/personen/ehemalige-mitarbeiter/prof-dr-oliver-fahle/>[]
  10. [s.o.][]
  11. In dieser Zeit fertigte sie auch ihre Habilitationsschrift „Das Wunder in der Moderne. Zur ästhetischen Kultur moderner Selbstüberschreitung in Wissenschaft, Technik und den Künsten“ (Juni 2009) an. o.A.: Prof. Dr. Natascha Adamowsky, Ehem. Mitarbeiter/in. 2001–2012. <https://web.archive.org/web/20120414195559/http://www.culture.hu-berlin.de/horastaff/view2/164>; o.A.: Juniorprofessorin Dr. Natascha Adamowsky. 2001–2003. <https://web.archive.org/web/20030224103937/http://www.culture.hu-berlin.de/na/>[]
  12. Vgl. o.A.: Bundesweit Erster Stiftungs-Juniorprofessor Dr. Rolf F. Nohr erforscht Nützliche Bilder. 2003. <https://www.abitur-und-studium.de/Blogs/Hochschule-fuer-Bildende-Kuenste-Braunschweig/Bundesweit-erster-Stiftungs-Juniorprofessor-Dr-Rolf-F-Nohr-erforscht-Nuetzliche-Bilder>; Nohr: CV. 2013. <https://nuetzliche-bilder.de/cv/>[]
  13. Zur noch immer prekären Situation nach der Promotion, vgl. Conradi; Kirsten; Reinerth; Packard: Für gute Arbeit in der Wissenschaft Teil VI. 2020. <https://zfmedienwissenschaft.de/heft/archiv/22-12020-medium-format>; Winnerling: #ichbingamesstudieshanna. 2021.[]
  14. Vgl etwa Wilhelm: Befangenheit im Berufungsverfahren. 2024. <https://madoc.bib.uni-mannheim.de/68395/>[]
  15. Vgl. DFG: Reduzierung von Bias in wissenschaftlichen Urteilsbildungsprozessen. 2025. <https://www.dfg.de/de/grundlagen-themen/grundlagen-und-prinzipien-der-foerderung/chancengleichheit/bias>[]
  16. Vgl. Schröter: Dr. Benjamin Beil zum Juniorprofessor an die Universität zu Köln berufen! [2012]. <https://medienkulturwissenschaft-bonn.de/allgemein_dr_benjamin_beil_zum_juniorprofessor_an_die_universitaet_zu_koeln_berufen_aktuelles61.html>; Im Vorfeld der Besetzung der Juniorprofessur wurde Anfang 2012 auch das „Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft“ in „Institut für Medienkultur und Theater“ umbenannt. Vgl. o.A.: Zur Namensänderung „Institut für Medienkultur und Theater“. 2012. <https://web.archive.org/web/20120214035356/http://www.mekuwi.phil-fak.uni-koeln.de/5309.html>[]

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Blankenheim, Björn: "VII. Interludium: Juniorprofessur (BOCHUM)". In: PAIDIA – Zeitschrift für Computerspielforschung. 16.07.2026, https://paidia.de/sozialgeschichte-der-game-studies-kapitel-7/. [16.07.2026 - 08:56]

Autor*innen:

Björn Blankenheim

Björn Blankenheim hat in Kunstgeschichte zur Produktionsästhetik von Computerspielen im Spiegel der historischen Kunstliteratur promoviert. Er ist Gründer und Geschäftsführer des gemeinnützigen VAULT.NRW – Videospiel-Archivs für Unternehmensgeschichte, Literatur und Technikkultur NRW. Dort forscht, lehrt und kuratiert er zur Geschichte der Computer- und Videospiele.