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Conventions und Konventionen - Zur Beziehung von Spielkultur und Spielforschung

Frei nach Marx darf es der Spielforschung nicht genügen, Spiele und die um sie herum existierende Spielkultur nur verschieden zu interpretieren – vielmehr gilt es, sie zu verändern, indem die eigenen Forschungsergebnisse gezielt in die Spielkultur zurückgespielt werden. Der Gedankensplitter skizziert mögliche Ansätze und Schwierigkeiten dessen, was wir in Anlehnung an die innerhalb der Soziologie geführten Debatten um die Notwendigkeit von Wissenschaftskommunikation als ‚öffentliche Spielforschung‘ bezeichnen wollen. Wie kann es uns gelingen, mit den Game Studies, die zwar unbestreitbar Teil der Spielkultur sind, üblicherweise aber auf den Platz eines distanzierten Beobachters verwiesen werden, in die Spielkultur und die spielende Öffentlichkeit hinein zu intervenieren? Die Autoren diskutieren diese Fragestellung am Beispiel ihrer Bemühungen, spielwissenschaftliche Formate und Perspektiven an die jährlich in Siegen stattfindende ‚Krönchen Convention‘ anzudocken. Die Analyse wird dabei von der Doppelbedeutung des ‚Convention‘-Begriffs angeleitet, der nicht nur eine Versammlung, sondern auch eine (ungeschriebene) Verhaltensregel bezeichnet. Welche Konventionen gelten auf einer Convention? Und wie lassen sich wissenschaftliche Inhalte in diesen Rahmen einfügen? In der Form einer Veranstaltungs- und Selbstkritik reflektiert der Gedankensplitter, inwiefern das klassische Tagungsformat sich als (in)kompatibel zu den Formaten, Strukturen und Regeln einer Convention erweist und diskutiert Alternativen für die Verzahnung von Spielforschung und Spielkultur.
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© 2026 Paidia - Zeitschrift für Computerspielforschung (ISSN: 2363-5630)
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