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Dark Souls

And Marika never returned home again – Nostalgie in ‚Elden Ring‘

30. Mai 2026 ·
‚Elden Ring‘ erzählt nicht nur die Geschichte der Tarnished auf dem Weg zum Elden Lord, sondern auch die Historie der Lands Between – einer Welt des Niedergangs und der verlorenen Größe. Die Spieler*innen erkunden eine Vergangenheit, die sich nur noch in Ruinen, Gegenständen und Geschichten widerspiegelt, und erleben dabei ein bewusst inszeniertes Gefühl der Nostalgie. Diese Nostalgie wird durch zahlreiche Referenzen an frühere FromSoftware-Titel verstärkt und spielt eine entscheidende Rolle in der emotionalen Bindung an das Spiel. Der Artikel untersucht, wie ‚Elden Ring‘ Nostalgie gezielt einsetzt – sowohl durch Erzähltechniken als auch durch spielmechanische und visuelle Referenzen. Dabei wird Nostalgie nicht nur als Emotion, sondern auch als narratives Element betrachtet, das die Wahrnehmung der Spielwelt prägt. Die unterschiedlichen Enden des Spiels reflektieren verschiedene Formen der Nostalgie: von der idealisierten Wiederherstellung der Vergangenheit bis zur bewussten Ablehnung nostalgischer Rückblicke. Mit der Erweiterung ‚Shadow of the Erdtree‘ vertieft sich die Auseinandersetzung mit Nostalgie weiter. Während Spieler*innen anfangs die Golden Order als eine verlorene Hochkultur wahrnehmen, offenbart sich im Realm of Shadow eine dunklere Wahrheit: Auch die Begründerin der Golden Order, Marika selbst, war nicht frei von Nostalgie, und ihre Herrschaft basierte auf Gewalt und Unterdrückung.
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Hindernis und Zeugnis - Arthurische Formate im ‚Wigalois‘ und in ‚Elden Ring‘

28. Dezember 2025 ·
Der mittelalterliche Artusroman ‚Wigalois‘ (Wirnt von Grafenberg, ca. 1210/20) und das gegenwärtige Action-Rollenspiel ‚Elden Ring‘ (FromSoftware, 2022) teilen eine mediale Dynamik, die in diesem Beitrag über verschiedene arthurische Formate verfolgt wird. In einer Co-Lektüre ausgewählter Textstellen und Spielsequenzen werden Verbindungslinien hinsichtlich Raum, Landschaft, Quest, Scheitern, Hilfsmitteln, Gegnern, Wegfindung und Lichteffekten aufgezeigt. Ein Ausblick auf Christian Krachts Roman ‚Air‘ (2025) verortet diese Aspekte auch in der neueren Gegenwartsliteratur. Der Beitrag verfolgt damit die Faszinationskraft ähnlicher Denkfiguren über historische und mediale Differenzen hinweg, um so auch die intrikate Affinität zwischen Mittelalter und Gegenwart bzw. zwischen Literatur und Computerspiel herauszuarbeiten.
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Lust am Scheitern - Eine mystische Denkfigur in ‚Dark Souls III‘

23. September 2024 ·
In ‚Dark Souls III‘, dem bislang letzten Teil der Dark Souls-Spielreihe, begegnet eine Denkfigur, die so bereits in der abendländischen Mystik präfiguriert ist: Lust am Scheitern. Die verschiedenen Gegner, vom ersten Trashmob bis zum Endboss, wollen nicht einfach überwunden werden, sondern in ihrer partikularen Erscheinungsform intensiv erlebt sein. Instrumentelles Wissen weicht hier einer ästhetischen Erfahrung. Der Beitrag arbeitet verschiedene Betrachtungsebenen heraus, mit denen eine Verbindungslinie zwischen gegenwärtigem Computerspiel und vormoderner Literatur sichtbar wird. Dabei soll gezeigt werden, in welchem Verhältnis diese beiden medial und historisch disparaten Gegenstände stehen, welche ludonarrativen Logiken in ‚Dark Souls III‘ erste Perspektiven auf vormoderne Literatur zulassen und wie sich dies insbesondere in zentralen Texten der abendländischen Mystik spiegelt.
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Rezension: Prepare to Die

17. März 2022 ·
Rezension zum Sammelband "Prepare to Die - Interdisziplinäre Perspektiven auf Demon’s Souls, Dark Souls und Bloodborne", herausgegeben von Christof Zurschmitten, Rudolf Inderst und Pascal Wagner (2019)
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Computerspielplattformen als panoptische Systeme – Wie sichtbare Kontrolle und Überwachung zur Disziplinierung von Spieler_innen führen

25. Juni 2020 ·
Werden Spieler_innen und ihr Spielverhalten auf Computerspielplattformen kontrolliert und überwacht? Und wenn ja, wozu? Dieser Beitrag erörtert am Beispiel von Steam und der Nintendo Switch, warum Verkaufs- und Empfehlungslisten angefertigt, die Spieldauer aufgezeichnet und Achievements implementiert und warum diese Informationen öffentlich zugänglich gemacht werden. Anhand der Metapher des Panopticons werden die zugrundeliegenden Kontroll- und Überwachungsmechanismen erläutert und es wird ausgeführt, wie diese zu bewerten sind und ob sie zu Manipulationszwecken genutzt werden können.
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Die Motivation des Gamepad-Layouts: Eine diachrone bildlinguistische Betrachtung der Knopfbelegung und -benennung

29. Mai 2019 ·
Der Beitrag untersucht die Bildung von Konventionen bei der Gamepad-Benutzung, indem er die Layouts von Tasten und deren Benennung bildlinguistisch analysiert. Er gibt dafür zunächst eine ausführliche Übersicht über die Controller-Designs der dritten bis achten Konsolengeneration und zeigt anhand der diachronen Entwicklung der Tasten-Layouts deren semiotische Bedeutung. Im Anschluss an die Übersicht und Analyse der Layouts und Benennungen formuliert der Beitrag Thesen zur Bildung der Nutzungskonventionen.
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Oliver Steffen: Gamen mit Gott. Wo sich Computer­spiele und Religion begegnen (Rezension)

30. Juni 2017 ·
Eine Rezension von Oliver Steffens Gamen mit Gott. Der Titel wendet sich an Leser in und außerhalb der Wissenschaft und versucht, folgende Fragen zu beantworten: „Gibt es religiöse Spiele? Wie werden religiöse Themen in Spielen dargestellt? Ist das Gamen von religiösen Spielen eine religiöse Handlung?“ (Rückentext). Die Rezension folgt Steffen auf seinem Weg zur Beantwortung dieser Fragen durch die Felder von Spiel, Spielenden und Religion.
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Tagungsbericht: Spielzeichen II – Raumspiele / Spielräume 9.-11. Dezember 2016 Passau

22. Dezember 2016 ·
Tagungsbericht zur 2. Spielzeichen-Tagung zum Thema "Raumspiele / Spielräume" vom 9.-11. Dezember 2016 an der Universität Passau.
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Agency und Interaktivität - Zur Kompatibilität von zwei Handlungskonzepten in den Digital Game Studies

30. Juni 2016 ·
Digitale Spiele setzen ein Subjekt voraus, das interaktiv handelt. Somit ist für die Analyse digitaler Spiele einerseits interessant, unter welchen Bedingungen und mit welchen Wirkungen diese Subjekte handeln können, andererseits ist es aber auch bedeutsam, in welchen Kontexten dies geschieht und welche Rolle interaktive Aushandlungsprozesse hierbei spielen. Handeln wird vom Kontext definiert, läuft kontextbezogen ab, beeinflusst aber auch den Kontext, kann ihn mitunter sogar verändern. Um der Komplexität menschlicher Handlungen zu entsprechen, führt der vorliegende Artikel mit der Agency und der Interaktivität zwei handlungs­theoretische Konzepte zusammen, die für die Analyse digitaler Spiele sehr ertragreich sein können.
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Feuerhüterinnen als Kristallisationspunkte des Begehrens

15. Dezember 2014 ·
Der vorliegende Text widmet sich der narrativen Funktion, welche der punktuelle Einsatz passiver, schutzbedürftiger Frauenfiguren trotz oder vielmehr wegen ihrer Klischeehaftigkeit erfüllen kann, am Beispiel des Dark-Fantasy-RPGs Dark Souls (2011).
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© 2026 Paidia - Zeitschrift für Computerspielforschung (ISSN: 2363-5630)
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