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Final Fantasy 10-2

Yevon als das Opium des Volkes? Eine religionswissenschaftliche Einordnung der Religionskritik in 'Final Fantasy X'

28. Januar 2026 ·
[DE] Dieser Beitrag unternimmt eine religionswissenschaftliche Analyse der fiktiven hegemonialen Religion Yevon in ‚Final Fantasy X‘, bei der die antireligiöse Tendenz im Spiel mit der Religionskritik von Karl Marx verglichen wird. Die Protagonist*innen stellen sich gegen Yevon und versuchen die Bevölkerung aus dem Joch der korrupten und manipulativen Religion zu befreien. In der Darstellung von Religion in den Dimensionen Narrativ, Gameworld und Ästhetik gibt es einige Parallelen und Unterschiede zum religionskritischen Ansatz von Marx. Der Beitrag untersucht, inwieweit wir es beim Kampf gegen Yevon mit einer marxistischen Religionskritik zu tun haben. [ENG] This article undertakes an analysis of the fictional hegemonic religion Yevon in ‚Final Fantasy X‘ from a religious studies perspective, comparing the game's anti-religious tendencies with Karl Marx's critique of religion. The protagonists oppose Yevon and attempt to free the population from the oppression of the corrupt and manipulative religion. The game’s presentation of religion in its narrative, gameworld and aesthetics offers some parallels and differences to Marx's critical approach to religion. This article examines the extent to which the fight against Yevon embodies a Marxist critique of religion.
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Who run the world? Girls! – Frauenfiguren als zentrale Akteurinnen in der Rettung der Welt

28. Januar 2026 ·
Obwohl Spieler*innen in ‚Final Fantasy X‘ und ‚Final Fantasy XII‘ die Rolle der männlichen Protagonisten, Tidus und Vaan übernehmen, tragen die weiblichen Charaktere in diesen Spielen unbestreitbar einen großen – wenn nicht sogar größeren Teil – zur Rettung der Welt bei. Yunas Pilgerreise, um den Kontinent Spira vor Sin zu retten, oder Ashes Mission, als entmächtigte Prinzessin Dalmascas ihre politische Macht wieder zu erlangen und ihr Volk zu retten, sind zentrale Handlungspunkte dieser Spiele. Dieser Beitrag untersucht Yuna und Ashe als Frauenfiguren und in ihrer Funktion als Weltretterinnen und kontrastiert letztere mit denen der männlichen Protagonisten.
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Der Screenshot zeigt eine Szene aus Final Fantasy. Mehrere Figuren reiten auf gelben Chocobos im Regen über eine Straße. Um sie herum ist Wald. Außerdem ist das Overlay inform einer Minimap und einigen Hotkeys zu sehen.

Immerwährendes Mittelalter in der 'Final Fantasy'-Reihe. Hybridisierung zeitlicher Settings als serientypische Ästhetik

28. Januar 2026 ·
Die 'Final Fantasy'-Reihe zeichnet sich durch hybride Temporalitäten hinsichtlich ihrer Settings aus, in denen mittelalterliche und futuristische Elemente kombiniert werden. Während technologische Entwicklungen das Setting vieler Teile prägen, bleiben zentrale ästhetische und spielmechanische Merkmale – etwa das Magiesystem, Chocobos oder klassische Waffentypen – konstant. Diese Verbindung hat sich zu einem serientypischen Stilmittel entwickelt. Der Beitrag untersucht, wie hybride Strukturen Kohärenz erzeugen und inwiefern Hybridität bzw. Mittelalterlichkeit zur Genre- und Serienästhetik gehören. [eng] The 'Final Fantasy' series is characterized by hybrid temporalities in terms of its settings, in which medieval and futuristic elements are combined. While technological advancements shape the setting of many installments, central aesthetic and gameplay features – such as the magic system, Chocobos, or traditional weapon types – remain consistent. This combination has developed into a defining stylistic element. This article examines how these hybrid structures create coherence and to what extent hybridity and medievalism are part of the genre and series aesthetic.
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Das Bild zeigt die Figur Yuna aus Final Fantasy X. Sie hat braune Haare, die in ihr Gesicht fallen. Ein Auge ist grün, das andere ist blau. Der Hintergrund ist weiß.

Die (De-)Konstruktion ‚des Anderen‘ in ‚Final Fantasy X‘

28. Januar 2026 ·
Im Aufsatz wird anhand der Darstellung der Al Bhed gezeigt, wie in ‚Final Fantasy X‘ ‚das Andereʻ präsentiert wird und inwiefern hierbei Mechanismen des Otherings zu beobachten sind. Dabei zeigt sich, dass im Spiel nicht nur Vorurteile und Ausgrenzung von Minderheiten infrage gestellt werden, sondern auch der Prozess der Konstruktion und Dekonstruktion ‚des Anderen‘ anhand der Charakterentwicklung Wakkas oder durch die interaktive Einbindung der Spieler*innen nachvollzogen wird. Yuna erscheint dabei als Mittlerfigur zwischen den verschiedenen Völkern Spiras. Ihre Rede am Ende des Spiels ist in diesem Zusammenhang als Appell für eine inklusive und weltoffene Gesellschaft zu verstehen. [en] This paper uses the portrayal of Al Bhed in ‚Final Fantasy Xʻ to examine how ‚the otherʻ is presented in that game. It finds that the game not only challenges prejudices and the exclusion of minorities, but also exposes the process of constructing and deconstructing ‚the otherʻ through Wakka’s character development and the interactive involvement of the players. Yuna functions as a mediator between the different peoples of Spira. Viewed in these terms, her speech in the game’s conclusion presents an appeal for an inclusive and open-minded society.
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© 2026 Paidia - Zeitschrift für Computerspielforschung (ISSN: 2363-5630)
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