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Fabian Wilhelmi

Fabian Wilhelmi ist seit 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo er unterrichtet und forscht. Er promovierte über literarischen Antisemitismus in historischen Romanen des langen 19. Jahrhunderts und ist Mitherausgeber von Max Herrmann-Neißes kritischen Schriften sowie der digitalen Edition „Kritiken und Essays 1909–1939“ (https://max-herrmann-neisse-publizistik.hhu.de). Derzeit leitet er das E-Learning-Projekt „Sturm und Stromkreis“ (sturm-und-stromkreis.hhu-blog.de), in dem die Potentiale von KI-Tools für die literaturwissenschaftliche Lehre erprobt werden. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist er in seiner Freizeit Co-Host des „Feierabendzocker Podcast“, in dem er monatlich über digitale Kulturen und Spiele spricht.
Das Bild zeigt die Figur Yuna aus Final Fantasy X. Sie hat braune Haare, die in ihr Gesicht fallen. Ein Auge ist grün, das andere ist blau. Der Hintergrund ist weiß.

Die (De-)Konstruktion ‚des Anderen‘ in ‚Final Fantasy X‘

28. Januar 2026 ·
Im Aufsatz wird anhand der Darstellung der Al Bhed gezeigt, wie in ‚Final Fantasy X‘ ‚das Andereʻ präsentiert wird und inwiefern hierbei Mechanismen des Otherings zu beobachten sind. Dabei zeigt sich, dass im Spiel nicht nur Vorurteile und Ausgrenzung von Minderheiten infrage gestellt werden, sondern auch der Prozess der Konstruktion und Dekonstruktion ‚des Anderen‘ anhand der Charakterentwicklung Wakkas oder durch die interaktive Einbindung der Spieler*innen nachvollzogen wird. Yuna erscheint dabei als Mittlerfigur zwischen den verschiedenen Völkern Spiras. Ihre Rede am Ende des Spiels ist in diesem Zusammenhang als Appell für eine inklusive und weltoffene Gesellschaft zu verstehen. [en] This paper uses the portrayal of Al Bhed in ‚Final Fantasy Xʻ to examine how ‚the otherʻ is presented in that game. It finds that the game not only challenges prejudices and the exclusion of minorities, but also exposes the process of constructing and deconstructing ‚the otherʻ through Wakka’s character development and the interactive involvement of the players. Yuna functions as a mediator between the different peoples of Spira. Viewed in these terms, her speech in the game’s conclusion presents an appeal for an inclusive and open-minded society.
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© 2026 Paidia - Zeitschrift für Computerspielforschung (ISSN: 2363-5630)
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